Rettet die Behindertenpädagogik


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So oft die Gemeinheit uns zwingt zum Widerstand gegen sie,
der in Rückzugsgefechten unsere Kraft verbraucht,
sagt man uns,
daß wir diesen Verzweiflungskampf noch führen
und sogar von ihm sprechen dürfen,
sei der beste Beweis, daß hierzuland Freiheit herrsche
Erich Fried

Universität Bremen Fachbereich 12

Willkommen auf der Homepage zum Erhalt der Bremer Behindertenpädagogik!

Auf dieser Seite versuchen wir als Studierende der Behindertenpädagogik alle Informationen, Stellungnahmen und aktuellen Entwicklungen zur drohenden Schließung des Studiengangs Behindertenpädagogik an der Universtität Bremen zu dokumentieren.
Texte, die hierfür hilfreich sind, können an den StugA Behindertenpädagogik gemailt werden.

neuester stand....

Eine eigenständige Ausbildung für Behindertenpädagogen scheint nicht mehr "im Rennen". Auf Anfrage der Lebenshilfe im August 06 gibt es dennoch keine klaren Aussagen. Weder vom Rektor noch vom Senator.
Mit ihrer vorerst letzten Sitzung am 25.4.06 verabschiedete die HEP Kommission einen Zwischenstand, nach dem eine Professur und eine Dozentur für den Bereich Behindertenpädagogik vorgesehen sind. Dies ist gleichbedeutend mit der Abschaffung des Studienganges, da eine Professur nicht alle vier Fachgebiete (Lernbehinderung, Geistige Behinderung, Verhaltensstörungen und Sprachbehinderung) und die allgemeine Behindertenpädagogik, jeweils für den schulischen und außerschulischen Abschluss vertreten kann .
Inneruniversitär wird zur Zeit diskutiert, ob mit dieser Ausstattung behinderten-/integrationspädagogische Inhalte in die allgemeine Lehrerbildung verankert werden können.
Endgültig ist natürlich noch gar nichts und vertröstet werden wir weiterhin. In diesem Fall auf die Entscheidung zu diesem Zwischenergebnis durch den Akademischen Senat und in der Folge auf die mögliche spätere Einmischung des Senators für Bildung und Wissenschaft, der ja bekanntermaßen nicht zu einer Aussage bereit ist, bevor es keine endgültige inneruniversitäre Entscheidung gibt.
Abwarten wäre gerade deswegen völlig falsch!
Daher werden wir in Kürze das Gespräch mit dem Rektor suchen und auch die politischen Stellen werden von uns hören. Hier sei nur auf die noch ausstehende Übergabe der Unterschriften für den Erhalt des Studienganges verwiesen. Halten Sie also weiterhin die Augen auf und melden sich zu Wort!!

Das Gespräch der Studierenden mit Senator Lemke im Frühjahr hat wenig neue Informationen erbracht.
Kurz zusammengefasst: Herr Lemke kennt unsere Argumentationen und hat wenig gegen sie einzuwenden. Aber die Sparmaßnahmen lassen es nicht zu, dass einzelne Studiengänge aus der Diskussion um die Kürzungen ausgenommen werden. Im Übrigen verweist er auf die Hochschulautonomie. Dies bedeutet, dass er sich vor einer endgültigen Entscheidung der Uni nicht (öffentlich) in den Diskussionprozess einmischen will. Auch danach werde die Behörde nur in Fällen eimischen, in denen die Interessen des Landes gefährdet seien. Dies würde die Behörde im Falle der Behindertenpädagogik nur dann sehen, wenn rein zahlenmäßig nicht genug Lehrkräfte aus anderen Bundesländern einzuwerben wären. Ob dies der Fall wäre, sei im bisherigen Diskussionsprozess noch nicht absehbar und müsse dann geprüft werden. Ein ausführliches Protokoll des Gesprächs hoffen wir in Kürze hier einstellen zu können.
Wenn es konkretere news hinsichtlich des Diskussionstandes gibt, werden auch die hier zu finden sein.

Gesamtlage
Der Lehrgebietsvorsitzende beschreibt die Situation des Lehrgebiets Behindertenpädagogik an der Universität Bremen, am 27.02.2006 so:

"Laut Hochschulgesamtplan IV sind für das Lehrgebiet Behindertenpädagogik vier Professorenstellen vorgesehen.
Mit diesen Stellen soll gemäß aktuellen Planungen im WS 08/09 ein Masterstudium „Behindertenpädagogik“ mit den Schwerpunkten „Lehramt an Sonderschulen“ und „Außerschulische Rehabilitation“ eröffnet werden.
Zwei dieser Stellen sind nicht besetzt. Es sind die Stellen

- Sprachbehindertenpädagogik und
- Pädagogik bei geistigen Behinderungen.

Für beide Stellen liegen fertige Berufungslisten vor.
Infolge der Vorgabe des Bremischen Senators für Bildung, Wissenschaft und Kunst, bis zum Jahr 2015 siebzehn Professorenstellen einzusparen, werden diese Stellen z.Zt. nicht zur Besetzung frei gegeben.
Ohne diese Stelle könnte der geplante Masterstudiengang nicht eröffnet werden und ein Studium „Behindertenpädagogik“ wäre in Zukunft in Bremen nicht mehr möglich.

Z.Zt. werden in der Universität intensive Gespräche, um nicht zu sagen heftige Auseinandersetzungen geführt. Die hier vorgelegte Dokumentation soll allen Interessierten Gelegenheit geben, sich über den aktuellen Stand und über die ausgetauschten Argumente zu informieren.

Gez. R. Kretschmann, Vorsitzender des LGA Behindertenpädagogik"

 

Sie finden eine Zusammenstellung unterschiedlicher Schreiben und Papiere unter den jeweiligen Menupunkten.

Für die Inhalte der einzelnen Papiere sind die Verfasser verantwortlich.
 

 

Aktuell:

Pressemitteilung des StugA, Oktober 06: Keine Behindertenpädagogik in Bremen

Anfrage der Lebenshilfe zum aktuellen Stand im September 06
Antwort der Uni-Leitung ,Sept 06
Antwort der Behörde ,Okt 06

erste Papiere:

Aufruf der Lebenshilfe Bremen, der GEW Bremen und des VDS Landesverbandes Bremen zum Erhalt des Studienganges Behindertenpädagogik mit der Bitte um Unterzeichnung und Weiterverbreitung.

Bericht der Studierenden von der Anhörung vor der HEPV AG am 8.3.2006

10 Punkte zur Notwendigkeit des Erhaltes der Bremer Behindertenpädagogik, verfasst von den Kolleginnen und Kollegen des Lehrgebiets Behindertenpädagogik

Aktion am 1. Mai:

Unterstützt von einem mit Transparenten behängten Segelboot, Flugblättern und Musik, informierten Studierende an den Weserterassen über die mögliche Schließung des Studiengangs. Diskutierende Menschentrauben und fast 500 gesammelte Unterschriften für den Aufruf der Lebenshilfe, VDS und GEW, den Studiengang nicht zu schließen, bestätigen den Erfolg der Aktion.